Forschungsprofil

Der SFU kommt als derzeit einzige universitäre Einrichtung zum Studium der Psychotherapiewissenschaft eine Vorreiterrolle im Entwicklungsprozess der psychotherapiewissenschaftlichen Forschung zu. Das noch junge Fach der Psychotherapiewissenschaft kennzeichnet diesem eigene Charakteristika: Ein Zugang im Sinne des „State of the Art“ eines „mixed methods“-Designs von qualitativer und quantitativer Forschung entspricht der Eigenheit des Forschungsgegenstandes, das weite Land der offenen psychotherapiewissenschaftlichen Forschungsfragen lässt die Balance zwischen Offenheit gegenüber kreativen individuellen Forschungsinteressen einerseits und der Anforderung zur Entwicklung eines koordinierten Vorgehens im Sinne eines Forschungsprofils zur Herausforderung werden.

Zugleich impliziert die Akademisierung der Psychotherapie an der SFU den Brückenschlag zwischen psychotherapiewissenschaftlicher Forschung und psychotherapeutischer Tätigkeit. Auch die Tatsache, dass unter dem Dach der SFU die junge Psychotherapiewissenschaft und die forschungserfahrene Psychologie zusammen leben, bietet die große Chance der wechselseitigen methodologischen und inhaltlichen Befruchtung, die die Einengung, dass Wissenschaftlichkeit ausschließlich Naturwissenschaftlichkeit wäre, dass qualitative Forschungsmethoden in einer Unterlegenheit gegenüber den quantitativen Forschungsmethoden stünden, der Vergangenheit zuordnet (vgl (Gelo, Braakmann, & Benetka, 2008).

In diesem Sinne gestaltet sich das Selbstverständnis der SFU und ihrer Studienfächer Psychotherapiewissenschaft und Psychologie auch im Bereich der Forschung entlang der Leitlinie der Vernetzung von Wissenschaft und Profession. Dazu gehört nicht nur die Erarbeitung eines Forschungsprofils mit einer Definition von Forschungsschwerpunkten, sondern auch die genannte Offenheit für wissenschaftliche Kreativität im Zuge individueller Forschungsinteressen der wissenschaftlichen Mitarbeiter.

Seit der Akkreditierung der SFU im Jahr 2005 kristallisiert sich eine Linie der Forschung heraus, die durch die besondere Situation der SFU die Möglichkeit der schulenübergreifenden Forschung eröffnet, die über die schulenspezifische Wirksamkeitsforschung hinausgeht und einen differenziellen Zugang zu verschiedenen Therapieverfahren erlaubt. Unter anderem auch dazu bietet die SFU-eigene psychotherapeutische Ambulanz umfangreiche quantitative und qualitative Daten. Zugleich liegt die Initiative der Ausbildungsforschung nahe. Weitere Themenkerne der Forschung erwachsen aus einer kommunikativen Forschungsperspektive von Psychotherapiewissenschaft und Psychologie.

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